Nichts ist lässiger als eine Frau in Männerkleidung. Das ist meine Meinung. Viele Männer denken anders, ich weiss, und so manchen Mann ängstigt dieser Look vielleicht sogar ein wenig. Nichts für Hasenfüße, das ist sicher.
Für den androgynen Look muss man sich aber auch nicht von Kopf bis Fuss in Herrenmode kleiden (wobei Anzug, Hemd und Krawatte an einer Frau unglaublich gut aussehen kann – am besten zu sehen bei Patti Smith, Stil-Ikone ihrer Zeit), ein paar einzelne männliche Attribute können schon ausreichen: Man denke an die klassische Klischee ‚Macho‘ Bekleidung – Fernfahrer, Holzfäller, Bundeswehr – füge ein bisschen ‚Frau‘ und die richtige Haltung dazu, mehr braucht es nicht.
Clara setzt noch ein’s drauf und gibt etwas Punk und Rebellion dazu und ihr ganz persönliches Quäntchen Anmut und Unschuld. Aber das kann man sich nicht anziehen, das muss man haben.

Clara trägt eine Jeans von Zara, ein T-shirt von Angels Inn, ein selbstentworfenes und selbst genähtes Hemd, Schuhe von Face, Socken von H+M, eine Barett aus einem Army Shop in Berlin Kreuzberg und einen aus Sicherheitsnadel und Knopf selbstgemachten Ohrring.

©Julia Richter

3 comments

Wenn man schon ein Barett trägt, dann sollte man aber schon wissen, wie man das tut, egal ob Mann oder Frau!

Lieber Bernd, danke für Dein Feedback, Ja, Clara hat sicher einen eigenen Stil, aber das ist ja das Schöne an der Mode, dass man auch Konventionen durchbricht und etwas Neues schafft. LG, Julia

Lieber Bernd,
vielleicht ist es auch Absicht? Ich z.B. trage meine Barretts beruflich anders als privat. Da trage ich sie bewusst nicht akkurat, oder aus ganz anderen Materialien und dafür ganz streng und vorschriftsmäßig. Mache ich mit Schiffchen genauso – ich nehme ein codiertes Kleidungsstücke, das in sich ein Teil eines Codes ist (Barett = Uniform), und spiele damit, um den Code aufzubrechen und in meinen eigenen Stil zu integrieren. So lässt sich dann auch der Uniformstil alltäglich tragen.

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