Wegzuziehen von zu Hause, die Familie und die alten Freunde hinter sich zu lassen ist etwas Tolles. Man kann sich neu erfinden. Ein kleiner Neustart.
Zu Hause sein ist wunderbar – die Familie ist da, die alten Freunde sind um einen herum, manche davon kennt man schon seit dem Kindergarten. Sie wissen wo Du herkommst, kennen Dich in allen Lebenslagen, man hat viel zusammen erlebt, sie wissen ziemlich genau, wie Du tickst. Aber manchmal möchte man diese Person, die man immer war, einfach nicht mehr sein. Etwas Neues ausprobieren und sehen, ob es funktioniert. Den alten Namen abwerfen und sich ab jetzt ‚Priscilla‘ nennen – warum nicht? Man zieht einfach in eine andere Stadt und stellt sich von Anfang an als ‚Priscilla‘ vor, kein großes Ding (für Deine Freunde schon). Einfach mal etwas wagemutiger sein, Pole Dancing lernen, sich völlig anders anziehen. Man würde Dich als leicht exzentrisch mit einem Hang zum exotischen Hobby kennen, aber keiner würde die Stirn runzeln (Deine Freunde schon). Ich hab‘ es ausprobiert (nicht Pole Dancing), ich weiss, wovon ich rede. Wenn man dann nach einiger Zeit wieder nach Hause kommt, dann werden die alten Freunde von dem neuen Ich leicht irritiert sein, sich vielleicht sogar ein bischen lustig machen, aber dann hat man genug Sicherheit, um damit umzugehen. Und sie gewöhnen sich irgendwann daran.
Susanne ist weggegangen um Kunst zu studieren – und hat sich verändert. Sie hat etwas Neues gesucht und es sieht aus, als hätte sie es gefunden. Sie spielt jetzt in einer Band. Ihre Haare sind länger. Ich habe sie noch nie vorher in einer richtigen Hose mit Reissverschluss gesehen.

Susanne trägt eine Cordhose und eine Bluse aus dem Humana Laden, Stiefel von ihrer Oma und eine Brille von Andy Wolf

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©Julia Richter

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