‚Gibt es denn den typischen Berlin-Stil?‘
Das fragt mich meine Freundin Corey aus Los Angeles als wir uns in Berlin treffen um herauszufinden, was Berlin modemässig zu bieten hat. ‚Glaub‘ nicht‘ sage ich ehrlicherweise und denke an Globalisierung, Internet und das Verschwinden der grossen Trends im Mode-Nirvana. Corey hatte Berlin das erste (und letzte) Mal besucht, als sie 18 war und die Mauer noch die Stadt teilte. ‚Die waren damals alle schwarz angezogen, hatten tonnenweise Metall am Körper und seltsame halb-abrasierte Haare‘.
Wir sind 3 Tage in den Straßen Berlins herumgelaufen, haben Galerien, Läden, Bars, Restaurants und unzählige Menschen gesehen. Ich kann nun guten Gewissens eines sagen: es gibt ihn noch, den typischen Berlin-Stil. Er ist ein bisschen zeitgemässer geworden, aber er ist noch da. Noch nie habe ich so viel Schwarz in einer Stadt gesehen wie hier. Nicht das typisch klassisch-reduzierte Schwarz, das man in Modekreisen oft antrifft, sondern ein Schwarz, das kantig und leicht aggresiv ist. Eine Mischung aus Rick Owens und Sid Vicious. Anarchie und Punk. Man kann diesen speziellen Geist von Berlin immer noch spüren. Trotz der dramatischen Veränderungen, die diese Stadt durchlaufen hat seit der Zeit, als sie noch eine Insel war und das angesagte Kreuzberg das Epizentrum der Hausbesetzer.

Corey trägt ein vintage Kleid, Schuhe von Moma und wurde in der Berlinischen Galerie fotografiert.

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©Julia Richter

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