Kurt Cobain machte ausgeleierte Opa-Strickjacken in den 90ern hip. Man nannte das Grunge. Ein ganz neuer Stil war geboren. Allen Mode- und Geschlechterregeln zum Trotz. Heilsarmee-Kleidung, die teilweise aussah, als käme sie direkt aus dem Altkleider-Container. Löcher, Knitter, umgedrehte Nähte. Der Look war aufsässig, weil er sich nicht scherte. Ein bisschen wie Punk aber ohne die Aggressivität, passiver Widerstand gegen das Establishment.
Grunge hatte jetzt gerade ein Comeback in der Mode, viel raffinierter und schicker diesmal, aber ohne den Geist von Kurt mit seinen schlecht gebleichten Haaren. Das einzige was uns von ihm geblieben ist, ist die sackige Strickjacke. Von Frauen geliebt, weil so kuschelig und trotzdem cool, gehasst von den Männern für ihre geschlechtslose Formlosigkeit (oder hat jemals jemand einen Mann getroffen, der Frauen in großen Strickjacken toll findet?). Jungs, schaut genau hin. Wir tragen diese Jacken nicht über moosgrünen, ausgebeulten Cordhosen und Hosenträgern, wir tragen sie mit KLEIDERN. Oder ENGEN HOSEN. Angekommen? Das ist sexy, nur besser. Es ist nicht verzweifelt sexy. Es ist cool (und gemütlich und ein ganz klein wenig rebellisch).
Wenn eine zehnjährige sie trägt mit einer großen Blume im Haar ist es vielleicht noch etwas mehr. Ziemlich bezaubernd.

Eleni trägt eine Strickjacke vom Flohmarkt, ein Kleid von C&A, Chucks von Converse und eine Kette von Bijou Brigitte.

ALLE FRÜHEREN BEITRÄGE ZU ELENI UND IHRER SCHWESTER OLIVIA…..

©Julia Richter

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