©Julia Richter/ apersonalstyle.com
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Still halten – das ist gar nicht Jovana’s Ding. Sie ist permanent in Bewegung, wenn nicht körperlich, dann zumindest geistig. Ein ruheloser Geist, der die Veränderung sucht und die Herausforderung. Geschlechterklischees werden gnadenlos in die Zange genommen mit jedem künstlerischen Werkzeug, das ihr zur Verfügung steht. Kurzfilme, Video Clips, Artikel, Bücher und nicht zu vergessen die ultimative Projektionsfläche – Jovana herself.
Radikale Haarfarben und Schnitte, gepaart mit einer Schwäche für den leicht dekadenten Style der späten 80er, zeigen unmissverständlich, wie wenig sie es nötig findet wahllos zu gefallen. Und doch zeugen Sie von einer fast schon sentimentalen Sehnsucht danach, eine Zeit der Unschuld und Radikalität in einen zeitgemässen ‚hier und jetzt‘ Kontext zu bringen. Da schau ich gerne zu, da bin ich dabei, da les‘ ich gerne drüber. Über dieses Frauchen, diese weibliche Hauptfigur ihres Buches, die am Rande des Wahns in ihrer aktiven Passivität herumwandert und mit einem Lächeln in den Abgrund ihrer eigenen Erlösung hineingleitet. Da mache ich mir Gedanken über Erfindung und Erfahrung. Und ich finde sie wieder, die Unschuld und die Radikalität. Radikale Unschuld. Das ist irgendwie faszinierend. Was kommt noch? Forme und bewohne Dein eigenes Universum, Jovana. Ich schaue zu.

(‚Still halten‘ ist Jovana Reisinger’s erster Roman, kürzlich erschienen im Verbrecherverlag)

Jovana trägt eine Bluse von COS, eine vintage Hose von Clockhouse und Turnschuhe von Reebok.

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