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Lasst uns über schwarzes Latex sprechen. Oder besser, schreibt den ersten Gedanken auf, den Ihr habt, wenn ich ‚Latex‘ sage. OK. Ich glaube, so genau ich will es vielleicht doch nicht wissen. Was ICH sehe, wenn ich an dieses hochglänzendste aller Mode-Materialien denke – das ist die Herausforderung. Nämlich nicht den gängigen Erwartungen zu entsprechen. Es eben nicht aussehen zu lassen wie, na, was Ihr eben alle so aufgeschrieben habt. Keine ganz einfach Aufgabe, das gebe ich zu. Aber wer die Kunst beherrscht, billige Schlüpfrigkeit in etwas Edles und Besonderes zu verwandeln, der hält den Schlüssel in den Händen zum Königreich des Stil (Helmut Lang, ich vermisse Dich, Du wusstest das in den 90ern bereits).
Wir gehen mal ganz analytisch an die Sache heran. Da ist ein Kleidungsstück (schwarze Latexhose) mit einer extremen Aussage, das ‚SEX‘ und ‚FETISCH‘ nur so herausschreit (so, jetzt hab ich es doch gesagt). Was wir hier brauchen ist – ein wenig Ausgleich. Nicht um es langweiliger zu machen oder abzumildern, ganz im Gegenteil! Wenn man es mit einer so eindeutigen Botschaft zu tun hat, dann braucht man eine Prise Mystik. Man stiftet ein bisschen Verwirrung, macht es schwerer verständlich. Aber dafür viel interessanter. Deswegen hat Dodo’s Hose eben gerade nicht das ‚Zu mir oder zu Dir‘ Schild vorne aufgeklebt. Weil sie eine Anstandsdame mitbringt: Eine mattseidene Harlekinbluse mit weichem Rüschenkragen in Mintgrün. Mit Samtschleife. Romantisch, verspielt, unschuldig und edel. Und schon funktioniert es, das ist die Aussage: Ich bin eben nicht so einfach zu verstehen. Nimm Dir ein bisschen Zeit mich kennen zu lernen. Du wirst vielleicht überrascht sein.

Dodo trägt eine Latex-Hose von Zara, eine Bluse von Chloé und vintage Prada-Schuhe.

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