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Die Zeitrechnung hat sich verändert. Es gab eine Zeit, da konnte man zusammen Pizzaessen gehen, sich öffentlich betrinken, konnte über’s Wochenende zu Freunden fahren, vom gleichen Brot abbeissen und sich beim Einkaufen mal an jemandem vorbeischieben. Und man konnte atmen. Einfach so. Ohne, dass es feucht wurde um den Mund. Das war die Zeit vor Corona. Wir nennen sie mal v.C. Dann gibt es die Zeit jetzt. Die heisst einfach Jetzt, weil eine andere gibt es nicht mehr. Wer in v.C. Pläne gemacht hat, wer Ideen hatte, wer die Welt verändern oder einfach etwas wagen wollte, der hatte reelle Chancen, zumindest dann, wenn die Pläne nicht total realitätsfremd waren: ‚Ich fahre im Sommer in den Urlaub und buche schon mal. Ich schreibe mich in der Uni ein, damit ich im Sommersemester studieren kann. Ich eröffne mit meiner Freundin einen Second-Hand-Laden, weil Second-Hand Kleidung unschlagbar nachhaltig ist und ich mich mit Mode und Style richtig gut auskenne und ich was Neues, ganz Eigenes aufbauen und gestalten will.‘ Alles läuft wie geplant, toller Laden, tolle Gegend, super Ware bekommen. Eröffnung Herbst, Weihnachtsgeschäft läuft gut, Januar, Februar bisschen schwächer, ist normal. Und dann kommt Jetzt. Und alles wird anders. Laden zu. Miete läuft weiter. Gottseidank muss die Ware nicht im Voraus bezahlt werden, wie sonst im Einzelhandel. Und trotzdem. Alles Scheisse. So war das nicht geplant.
Das Jetzt hat uns alle verändert. Vieles ist schwierig und es ist hart, sich daran zu gewöhnen. Masken tragen, Abstand halten, nicht mit den Freunden zusammen sein können. Nichts Spontanes. Keine großen, lauten, tollen Essen mehr! Die Eltern nicht mehr drücken…das ist auf Dauer schwer zu überstehen. Aber da gibt es auch noch das andere Jetzt. Nämlich das, wo man kreativ wird, wo man seinen ganz individuellen Online Shop irgendwie ins Leben ruft, wo man improvisiert, Dinge macht, an die man vorher gar nicht gedacht hat. Wo man umstellt und umdenkt. Was brauch ich, was ist wichtig? Wer ist wichtig? Das Wer zählt jetzt mehr, wer hilft, wer ist da, wer denkt an andere. Das Wir ist wichtig. Das Wir macht alles wieder möglich. Schützen, helfen, weitermachen. Vielleicht kann das Wir ja anders und besser werden in einer Zeit, die dann heisst n.C.

Clara und Charlotte haben seit letzter Woche ihren Second-Hand-Laden ‚Exit Store‚ in der Pestalozzistr.28 in München, wieder geöffnet. Wie so viele andere kleine Läden auch. Schaut vorbei und wenn ihr etwas braucht, kauft dort, Amazon und Zalando haben genug.

Clara trägt eine vintage Hose aus dem Exit Store, eine Jacke von and other stories, Schuhe von Converse, eine Acne Mütze, Schmuck u.a. von Patrick Muff.
Charlotte trägt eine Hose von and other stories, Schuhe von Arket, eine Jacke und ein Shirt aus dem Exit Store und vintage Schmuck.
Exit Store bietet Mode, Schuhe und Accessories für Frauen und Männer (und die Wahnsinns-Kette, die Clara in der Hand hält, gehört jetzt mir..).

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