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Merkt man eigentlich, wenn eine richtig große Freundschaft beginnt? Ist alles reiner Zufall? Ein Zusammenspiel günstiger Umstände?
Man lernt sich kennen, verbringt Zeit miteinander, fängt an sich zu mögen, verbringt mehr Zeit miteinander. Das passiert immer mal wieder. In der Schule, in der Arbeit, mit Nachbarn, später dann im Kindergarten mit anderen Müttern/Vätern, bei Schulveranstaltungen, im Fitnessstudio. Viele dieser Freundschaften bleiben aber doch zeitlich begrenzt. Man teilt Sorgen und Geheimnisse, man lacht und weint vielleicht zusammen. Aber wenn die gemeinsame Grundlage – Schule, Kindergarten, Arbeit – nicht mehr da ist, dann verliert man sich aus den Augen. Obwohl man vorher so viel Zeit miteinander verbracht hat. Und in der gleichen Stadt wohnt.
Ein paar wenige Freundschaften aber bleiben. Obwohl man auf verschiedenen Kontinenten wohnt, in verschiedenen Zeit- und Klimazonen, die Umstände verschieden sind. Die Nähe bleibt und wird vielleicht noch näher.
Corey habe ich vor mehr als 20 Jahren in L.A. kennengelernt, als ich mir ein halbes Jahr Auszeit genommen hatte. Ich kannte niemanden und hab sie irgendwie gefunden. Wir hatten 6 Monate Zeit uns kennenzulernen. Mein Englisch war ärmlich, ich hatte kaum Geld, keinen Job, aber dafür viel Zeit. Und ich war begeistert von ihrer Welt, auch wenn ich nur die Hälfte von dem verstand, was sie sagte. Wir stürzten uns ins Nachtleben, wir tranken, wir rauchten, wir sahen uns Filme und Serien an, wir lachten und wir weinten zusammen. Und dann ging ich wieder zurück nach Deutschland, hoch verschuldet, aber mit dem Schatz einer neuen Freundschaft im Gepäck (das geht jetzt nicht weniger kitschig, sorry) und dem festen Vorsatz, mein Leben von Grund auf zu ändern. Das hätte nun leicht das Ende dieser Freundschaft sein können. München – L.A. hat nicht die besten Vorraussetzungen für eine Fern-Freundschaft, aber irgendwie haben wir es trotzdem immer geschafft uns mindestens einmal im Jahr zu sehen. Wir haben unsere Leben und unsere Jobs so hingedreht, das es passte. Trafen uns in Paris, Amsterdam, London, New York oder Istanbul. Bekamen beide zwei Töchter. Brachten die Kinder und Ehemänner mit auf die Reisen, verknüpften unsere Familien. Telefonieren tun wir fast nie, e-mailen auch nicht. Aber wenn wir uns sehen, dann ist alles vertraut. Wir sind zusammen gewachsen.
Irgendwie kann das alles nicht nur Zufall gewesen sein. Das war Bestimmung. Und ich hatte von Anfang an so ein Gefühl…

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@Eric Kosse

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